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 Betreff des Beitrags: Re: Kommentatorenbewertung Eurosport
BeitragVerfasst: 2. März 2013, 22:27 
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Nordische Ski-WM: Skispringen Teamwettkampf Großschanze, Dirk Thiele bekommt 6 Punkte!

Ein sehr solider Kommentar von Thiele. Vereinzelt streute er ein paar Informationen ein, der Fokus lag aber ganz klar auf der Analyse des Geschehens und in diesem Bereich hat er mit Gerd Siegmund in gewohnter Weise ein schlagkräftiges Duo gebildet. Kaum ein Wintersportreporter geht zu analytisch zu Werke und wagt sich auch immer wieder an Prognosen heran, wie Thiele. Dennoch hätte der Kommentar, um mehr Punkte vergeben zu können, etwas tiefgründiger sein müssen. Es gab weder besondere Höhepunkte, noch Ausreißer nach unten (was bei ihm ja doch fast schon eine Überraschung darstellt), die ich hier näher ausführen könnte. Gute 6 Punkte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kommentatorenbewertung Eurosport
BeitragVerfasst: 5. März 2013, 19:59 
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Paris-Nizza: 2.Etappe, Vimory – Cérilly, Karsten Migels bekommt 4 Punkte!

Das waren leider recht langatmige gut zwei Stunden. Leclercq und Migels haben zwar viel geredet, aber in gewohnter Weise keine Themen konsequent abgehandelt.
Sie sind von einem ins andere gekommen und haben dabei mitunter auch recht unkonzentriert gewirkt – zum Beispiel, als ihnen beiden der Name des französischen Topsprinters Arnaud Démare nicht einfiel.
Oftmals beschränkte sich Migels darauf, Leclercq mit Stichpunkten zu versorgen, sodass der dann minutenlange Monologe aufziehen konnte. Ich bleibe dabei: Die Konstellation von zwei „gleichberechtigten“ Kommentatoren wäre für eine Radsportübertragung die bessere Lösung. Heute war's aber auch extrem, normalerweise tritt Migels doch etwas aktiver auf, heute hat er wenig gesprochen und Leclercq permanent die Initiative überlassen. Nur einmal konnte/wollte er seinen reichen Fundus an Hintergrundwissen zum Radsport ausspielen – Als Bouhanni stürzte und ausschied, sprach er nämlich über Führende die in der Vergangenheit bei großen Radrennen (hauptsächlich auf die Tour de France bezogen) wegen eines Sturzes aussteigen mussten. Das waren sicherlich die spannendsten fünf Minuten der Übertragung.
Danach kam leider nichts mehr. Gerade wenn eine Etappe so aktionsarm verläuft, wie diese, muss man als Kommentator viel mehr Geschichten und Informationen bringen, finde ich. In der Radsportwelt tut sich so viel, darauf sind die beiden gar nicht eingegangen. Der Schwerpunkt des Kommentars lag wieder einmal auf Leclercqs Erinnerungen an die 70er und 80er Jahre.
Noch kurz ein paar Worte zum Etappenfinale: Migels meinte zu Beginn des langen Sprints, der zu diesem Zeitpunkt an der Spitze liegende Petacchi sehe gut aus, dabei war er schon bei der 500m-Marke angetreten und dass er auf den letzten 150m nicht mehr durchziehen könnte, schien logisch. Als Petacchi dann langsamer wurde und zurückfiel, lag sein voller Fokus auf dem Italiener und nicht auf dem Kampf um den Sieg. Dass Kittel gewonnen hatte, sagte er erst, als dieser schon jubelte. Der Kommentar des Zielsprints erfordert ein sehr feines Timing, das diesmal leider fehlte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kommentatorenbewertung Eurosport
BeitragVerfasst: 7. März 2013, 19:56 
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Tirreno-Adriatico: 2.Etappe, San Vincenzo – Indicatore

Ulli Jansch bekommt 5 Punkte!

Bei Jansch kommt es oft vor, dass ich mir denke: Hätte er nur Kleinigkeiten anders gemacht, man könnte ganz hohe Punkte vergeben. Heute bot er einen stilistisch absolut stimmigen Kommentar, formulierte gut, war konzentriert und brachte einen sehr abwechslungsreichen Mix aus Informationen.
Bei meinen letzten Bewertungen habe ich Reportern oft vorgehalten, inhaltlich zu einseitig zu kommentieren, entweder fast nur mit gesichtslosen Zahlen zu operieren, oder auf Informationen fast gänzlich zu verzichten und ausschließlich Analysen zu bringen. Jansch schaffte heute eine gute Mischung aus Anekdoten, Statistiken, Informationen zu den Teams und auch interessanten Einschätzungen zur Etappe. Überrascht hat er mich im Finale mit seinem guten Rennüberblick. Die Sprintvorbereitung der diversen Mannschaften begleitete er vorbildlich, verwechselte nur ganz selten Fahrer und schilderte die Positionskämpfe sehr genau, ohne dabei auf Analysen zu verzichten. Für den Kommentar des Sprints selbst fehlt ihm natürlich etwas die Dynamik, er machte seine Sache aber ganz gut. Leider legte er sich fest, wer denn nun Zweiter, Dritter, Vierter geworden ist und griff damit daneben. Ansonsten aber stark!
So, nun kommen wir zu dem Aspekt, der Jansch heute in etwa einen vollen Punkt kostet: Die beträchtliche Anzahl von inhaltlichen Fehlern. Häufig sagte er, wie lange bestimmte Erfolge von Sportlern zurückliegen, verkalkulierte sich dabei aber. Cancellara hat seinen ersten Strade Bianche-Sieg somit nicht vor drei, sondern vor fünf Jahren gefeiert, Garzelli hat Tirreno-Adriatico nicht vor zwei, sondern vor drei Jahren gewonnen. Er wusste auch noch, was ja eine hochklassige Information ist, dass Cippolini in der Nähe des heutigen Zielortes seinen Rekord-Etappensieg beim Giro feierte. Leider war das aber nicht Nummer 41, sondern Nummer 42.
Als Sep Vanmarke ausriss, erzählte Jansch schließlich noch, dieser habe letztes Jahr den E3 Preis von Harelbeke gewonnen, dabei war es Omloop Het Nieuwsblad, wo er im Sprint Tom Boonen schlug. Die Fehler haben sich also summiert. Dennoch: Wegen des ansonsten sehr ordentlichen Kommentars vergebe ich 5 Punkte.


Gerhard Leinauer bekommt 2,5 Punkte!

Die Begründung fällt etwas kürzer aus, als bei Jansch, was daran liegt, dass Leinauer auch sehr viel weniger sprach. In früheren Übertragungen der beiden hatte ich oft das Gefühl, Jansch lässt Leinauer nicht zu Wort kommen, heute aber machte Ulli immer wieder Pausen, wo er auch etwas einbringen hätte können. Das tat er nicht. Kurze Einwürfe und manchmal auch kleine Ergänzungen zu Janschs Ausführungen, darauf beschränkte sich Leinauer. Im Finale der Etappe sagte er dann fast gar nichts mehr.
Wenn sich Leinauer zu Wort meldete, dann entweder, um das Geschehen im Bild zu beschreiben, oder eventuell über das Wetter zu reden. Er blieb also leider recht oberflächlich. Informationen hatte er eigentlich gar keine, vielleicht ein, zwei kleine, die man so bezeichnen könnte, aber es war doch dünn. Eine positive Seite hatte dieser Kommentar jedoch: Leinauer präsentierte sich sprachlich sehr stabil, zwar aufgrund der Einfachheit der Formulierungen minimal unterdurchschnittlich, schwerer Schnitzer ist ihm aber keiner passiert. Diese Aussage beziehe ich übrigens auf die Sprache. Inhaltlich nämlich schon. Im Interview mit Poitschke, der telefonisch zugeschaltet war, fragte Leini, ob man nun schon vermelden könnte, das NetApp zur Tour de France darf.
Für mich doch ein schwerer Patzer, wenn man so eine Frage stellt. Er sollte wissen, dass die ASO ihre Wildcards noch nicht vergeben hat.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kommentatorenbewertung Eurosport
BeitragVerfasst: 9. März 2013, 21:41 
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Am drittletzten Wintersportsamstag dieser Saison gibt’s von mir nur Radsportbewertungen – liegt daran, dass ich untertags unterwegs war und mir am Abend nun noch die Aufzeichnungen auf Eurosport angesehen habe.


Paris-Nizza: Manosque – Nizza, Karsten Migels bekommt 5 Punkte!

Es wurden zwar mehr Themen angesprochen, als zuletzt, dennoch plätscherte die Übertragung wieder großteils vor sich hin. Migels liegt eigentlich in allen Belangen im durchschnittlichen Segment, Fehler sind ihm aber recht wenige passiert.


Tirreno-Adriatico: Narni – Prati di Tivo

Ulli Jansch bekommt 5,5 Punkte!

Gerhard Leinauer bekommt 4 Punkte!

Ich fand die Übertragung sehr angenehm – vor allem stilistisch. Die Interaktion zwischen Jansch und Leinauer war etwas stärker ausgeprägt, als sonst und funktionierte auch besser. Ein klassisches Zwiegespräch, wie zwischen Leinauer und Migels früher entstand zwar nicht, die beiden knüpften aber inhaltlich oft an dem an, was der jeweils andere sagte und ergänzten sich so recht gut. Mir gefällt die Kombination weiterhin recht gut.
Jansch hatte viele Informationen und Anekdoten, „vermittelmäßigte“ sich seinen Wert aber etwas durch die Aussage, Rodriguez hätte in den vergangenen beiden Jahren die Gesamtwertung der World Tour gewonnen. 2012 schon, 2011 war aber noch Gilbert vorne.
Das Rennen hatten beide gut im Blick und analysierten sie eigentlich auch verhältnismäßig tiefgründig. Leinauer hatte heute einen etwas höheren Sprechanteil, als zuletzt und trug auch inhaltlich etwas mehr bei. Sprachlich war sein Auftritt aber nicht so lupenrein, wie der am Donnerstag. Knappe 4 Punkte gehen sich aber aus.
Jansch verdient sich diese überdurchschnittliche Punktmarke vor allem durch starke Teilleistungen in Bereichen, wo er sonst immer Schwierigkeiten hatte. Sein Timing war wirklich gut und er schaffte es, sich sehr klar zu äußern. Früher habe ich ja oft moniert, er denke während des Kommentierens laut – Das ist heute nicht einmal passiert.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kommentatorenbewertung Eurosport
BeitragVerfasst: 11. März 2013, 19:04 
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Wahnsinn! Dieses Tirreno-Adriatico 2013 ist ja mal ein absolutes Klasserennen. Ich kann mich nicht dran erinnern, in den letzten Jahren mal eine einwöchige Rundfahrt gesehen zu haben, bei der so hochklassiger, abwechslungsreicher und spannender Radsport geboten wurde.
Ich glaube, man darf sich auf hochinteressante große Landesrundfahrten in den kommenden Monaten freuen. Mit Froome, Wiggins, Nibali, Rodriguez, Contador gibt's einige Fahrer, die fast auf demselben Niveau unterwegs sind.


Tirreno-Adriatico: 6.Etappe nach Porto Sant'Elpidio

Ulli Jansch bekommt 4,5 Punkte!

Gerhard Leinauer bekommt 4 Punkte!

Dieses Duo gefällt mir immer besser! Die beiden ergänzen sich mittlerweile wirklich gut und gestalten sehr angenehme und auch inhaltlich richtig gehaltvolle Übertragung.
An den Punkten verfestigt sich dieser Eindruck leider nicht wirklich, dazu ist die Zahl der Fehler etwas zu hoch. Beide hatten heute z.B. mit den Vornamen so ihre Probleme – Leinauer nannte Mirko Selvaggi immer „Marko“ und Jansch Adriano Malori Andrea.
Den Rennüberblick zu behalten, ist bei einer solchen klassikerähnlichen Etappe natürlich schwierig, das haben die beiden aber recht gut geschafft. Vor allem Leinauer hat früh erkannt, dass Nibalis Attacke für die Fernfahrt von entscheidender Bedeutung sein könnte.
Leider hat er erneut auf Informationen verzichtet und hier Jansch das Feld überlassen, wäre Leini in der Hinsicht etwas aktiver gewesen, hätte ich auch 5 Punkte geben können – weil er sich sprachlich auch weiterhin auf einem guten Niveau präsentiert. So ist es aber ein halber Punkt weniger, als bei Ulli.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kommentatorenbewertung Eurosport
BeitragVerfasst: 12. März 2013, 16:38 
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Tirreno – Adriatico: Zeitfahren in San Benedetto del Tronto

Ulli Jansch bekommt 6 Punkte!

Das heute war Janschs bester Auftritt bei Tirreno-Adriatico. Er behielt immer den Überblick über die Zeiten, hatte viele Informationen und schätze die Geschehnisse im Rennen sehr gut ein. Sehr gut gefallen hat mir, dass er bei den meisten Fahrern ihre Leistungen während dieser Fernfahrt sehr genau analysierte und die Formkurve in Hinblick auf die nächsten Rennen einordnete.
Auch sprachlich wohl seine beste Leistung, weil er noch stabiler und sicherer wirkte, als zuletzt. Seine Angewohnheit, dass er gerne mal ein paar Buchstaben vertauscht, hat er zwar heute auch nicht ablegen können (Carmine Castellani statt Castellano, San Benedetto del Trento statt San Benedetto del Tronto), im Endeffekt sind das aber Kleinigkeiten.
Warum gibt’s nicht noch mehr Punkte? Jansch hatte zwar viele Informationen, allerdings waren mit Ausnahme von einer alle doch recht standardmäßig. Auch in Sachen Spannungsaufbau und Emotion hat er die Skala definitiv noch nicht nach oben ausgereizt. Dennoch: Gute 6 Punkte.


Gerhard Leinauer bekommt 3,5 Punkte!

Leinauer hat in diesem Duo geschätzt höchstens 35-40% Redeanteil. So ist es natürlich schwer, inhaltlich genauso viele Punkte zu sammeln, wie Jansch. Er hatte heute zwar ein paar Informationen mehr, als in den letzten Tagen, wiederholte diese dafür aber auch mehrfach (z.B. dass Nibali vergangenes Jahr im Abschlusszeitfahren noch an Horner vorbei ging).
Ein paar Fehler mehr, als in den letzten Tagen, haben sich leider auch eingeschlichen – Sowohl sprachlich, als auch in Bezug auf die Informationen. Leinauer meinte z.B. Evans habe das Zeitfahren der Tour 2011 gewonnen, dabei war er Zweiter hinter Tony Martin. Heute gibt’s mal 3,5 Punkte, allerdings mit Tendenz nach oben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kommentatorenbewertung Eurosport
BeitragVerfasst: 15. März 2013, 17:20 
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Nordische Kombination: Einzel in Oslo, Roman Knoblauch bekommt 6 Punkte!

Wieder einmal ein angenehmer Kommentar des Duos Knoblauch und Pohl. Die beiden haben sehr gut interagiert und auch immer wieder mal für einen lustigen Moment gesorgt. Total locker zu kommentieren und trotzdem den Inhalt nicht zu kurz kommen zu lassen, ist meiner Meinung nach eindeutig zu Knoblauchs großer Stärke geworden. Er zeichnet sich derzeit durch eine wirklich gute Mischung aus! Bei den Informationen und Einschätzungen hat er sich nämlich ebenfalls gut geschlagen: Informationen zu fast allen Athleten, keine für mich erkennbaren Fehler, er war also sehr faktensicher und der Versuch, sogar selbst in Sachen Sprunganalyse ein paar Inputs zu liefern, runden einen klar überdurchschnittlichen Kommentar ab.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kommentatorenbewertung Eurosport
BeitragVerfasst: 21. März 2013, 09:51 
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Mailand-San Remo: Karsten Migels bekommt 6 Punkte!

Migels hat sich vor allem im ersten Abschnitt der Übertragung häufig versprochen und oft korrigieren müssen. Er kam bei seinen zahlreichen Informationen immer mal wieder etwas durcheinander. Hervorhebenswert ist hier aber auch das Wort zahlreich: Er war richtig gut vorbereitet, vor allem über die Geschichte des Rennens wusste er vieles zu erzählen.
Das Finale begleitete er schließlich recht spannend, den Schlusssprint wirklich gut! Als Sagan noch vorne war, sagte er schon, dass Ciolek es schaffen würde und behielt recht. Allgemein haben es Migels und Leclercq geschafft, das Rennen treffend zu analysieren, deshalb gehen sich 6 Punkte aus.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kommentatorenbewertung Eurosport
BeitragVerfasst: 21. März 2013, 16:48 
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und gleich noch einmal Migels....

Katalonienrundfahrt: 4.Etappe, Karsten Migels bekommt 5,5 Punkte!

Der Einstieg in die Übertragung missglückte ihm ziemlich, als er sich gleich im ersten Satz zweimal versprach. Danach wurde er besser, zeigte allerdings immer wieder leichte sprachliche Unsicherheiten und formulierte etwas unsauber.
Seine informativität würde ich als überdurchschnittlich bezeichnen. Wieder hatte Migels ein paar Zahlen und statistisches Material zu bieten, es fehlt mir aber weiter die Ausführlichkeit und die Tiefgründigkeit, um in diesem Bereich mehr Punkte zu vergeben.
Der Rennüberblick war in Ordnung, der Spannungsaufbau ebenso. In der Summe ein recht unspektakulärer Kommentar.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kommentatorenbewertung Eurosport
BeitragVerfasst: 22. März 2013, 19:13 
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E3-Preis von Harelbeke

Jedes Jahr dasselbe: Bei den Klassikern mit ihren unzähligen Wendungen und sich ständig verändernden Konstellationen an der Spitze, kann man als Bewerter viel mehr Eindrücke sammeln und die Rennanalyse, den Überblick über das Geschehen deutlich besser berurteilen, wie bei anderen Wettbewerben. Nach reiflicher Überlegung möchte ich nun diese Punkte vergeben:


Ulli Jansch bekommt 5,5 Punkte!

Jansch ist ja als Frühstarter bekannt und hat somit in gewohnter Weise in der ersten halben Stunde die Übertragung klar dominiert und durch etliche sehr interessante Informationen geprägt.
Er blieb zwar bis zum Schluss der Hauptkommentator, wurde aber mitunter etwas nachlässig. Bei der Aussprache schlichen sich Ungenauigkeiten ein, er machte ein paar kleinere fachliche Fehler (wie, dass Boasson Hagen nicht vor 5, sondern vor 4 Jahren Gent-Wevelgem gewonnen hat) und verwechselte in der entscheidenden Phase immer mal wieder Rennfahrer.
Natürlich ist es schwer, einen jeden zu erkennen, aber das ist nun einmal der Maßstab, den ich anlege. Um's zu konkretisieren: Er glaubte, Chavanel sei in der Spitzengruppe, dabei befand sich dort Stybar. Wenn einzelne Rennfahrer und Gruppen gezeigt wurden, fehlte manchmal auch die Orientierung, wo sich diese gerade befinden. Großteils hat er aber einen ordentlichen Job gemacht und das Rennen wirklich ordentlich kommentiert. Das sind eben die Übertragungen, wo sich oft die Spreu vom Weizen trennt und wo in der Vergangenheit Migels ja oft glänzen konnte.
Gut war am Ende der Übertragung auch, dass er Leinauers uneingeschränktem Optimismus, was die Leistung Cancellaras anging, hinterfragte und zurecht anmerkte, dass Cancellaras Tank nicht unerschöpflich ist. In solchen Situationen ist er auch schon gescheitert. Heute aber nicht.


Gerhard Leinauer bekommt 2,5 Punkte!

Gefühlt hatte er heute einen noch niedrigeren Redeanteil, als während Tirreno-Adriatico. Die Informationsdichte war auch nicht höher, sondern gefühlt eher geringer. Er hat beiläufig mal den ein, oder anderen Fakt eingestreut, mehr nicht. In Sachen Rennüberblick tat er sich auch oft schwer: Selbes Problem, wie bei Ulli, er konnte oft nicht zuordnen, wo sich gewisse Fahrer & Gruppen befinden. Zudem waren seine Einschätzungen zum Verlauf des Rennens nicht immer richtig.
Zu Beginn meinte er zum Beispiel, man werde die Spitzengruppe an der langen Leine lassen, das Feld tat das aber nicht und holte sie früh ein. Darüber war er dann total überrascht. Bei der Flandernrundfahrt, oder Paris-Roubaix ist es aber in den letzten Jahren fast immer so gewesen, dass die frühe Spitzengruppe 70, 80 km vor dem Ende gestellt war, was einfach daran liegt, dass bei diesem Typus Rennen das Finale sehr früh beginnt.
Im Gegensatz zu Tirreno-Adriatico muss ich heute wieder anmerken: Die sprachliche Leistung war lange nicht mehr so stabil! Leinauer tat sich schwer zu formulieren, war aber auch ungemein schlampig (z.B. „Der Punktsieger von Paris-Nizza“ statt „der Sieger der Punktewertung von Paris-Nizza).


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